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Mittwoch, 2. September 2009

News vom 1. September 2009

Die Costa-Brava mit 85 % Belegt..

N
achdem gestern die Zahl Übernachtungen für den Juli an der Costa Brava vom Nationalen Statistikinstitut INE bekanntgegeben wurde (ARENA berichtete), folgten heute die aktuellen Daten für den August. Danach können die Hoteliers und Betreiber von Landhüsern äusserst zufrieden sein, denn die Belegungsquote lag bei immerhin durchschnittlichen 85%, was gleichzeitig bedeutet, dass die hiesige Gegend nach der Costa Blanca (86%) de höchsten Wert in ganz Spanien vorweisen kann. Überraschend lag die Quote auf den Balearen nur bei 84%, an der Costa del Sol bei 81% und auf den Kanaren bei 75%.

Diese Zahlen bedeuten aber auch, dass zwar ein Rückgang zu den letzten Jahren zu verzeichnen ist, aber letztendlich die Besucher der Region weitestgehend treu geblieben sind. Sicherlich spielte auch der vermehrte Andrang von Franzosen eine Rolle, doch ist allem für die Deutschen und Holländer die Costa Brava immer noch ein beliebtes Ferienziel.

Die positiven Zahlen werden allerdings mit den Aussichten für 2010 getrübt: man nimmt an, dass es einen weiteren Einbruch geben wird.

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Ueber 8000 Besucher besuchten das Cap Creus


Wie die Leitung es Naturparks Cap de Creus bekanntgab, besuchten im Juli mehr als 8.000 Personen das Naturschutzgebiet. Sie kamen um zu wandern oder die herrliche Aussicht auf das Meer zu geniessen.
Die mit Abstand meisten Besucher kamen aus Katalonien und Frankreich, aber auch über die Besucherzahlen aus Deutschland, Spanien und England zeigte man sich hoch erfreut.
Man geht davon aus, dass es sogar noch mehr Besucher waren, denn gezählt wurden nur diejenigen, die sich an einem der zwei Informationspunkte gemeldet haben.




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Unser Freund der Computer
von Volker Kerkhoff

Da steht sie jetzt, die tolle Neuerwerbung, das Prachtstück aus dem ALDI, dem Blödmarkt oder sogar vielleicht sogar waghalsigerweise im Fachhandel mit vernünftigem Service und Beratung erworben: der neue PC oder das neue Laptop.

Aber was ist was? Begriffe wie RAM, HD, GFX, HDMI, WLAN, UMTS oder gar Cache, Mhz, Dual-Core, Celeron fliegen einem um die Ohren. Daher heute Folge 1 unseres kleinen Computerlexikons.

CPU: Der Prozessor oder die Rechenmaschine des Computers. Hier finden alle Vorgänge im Computer statt. Er übernimmt die Hauptarbeit, führt alle Berechnungen aus, und kommt dabei mächtig ins Schwitzen. Deswegen bekommt man ihn selten zu Gesicht, verborgen ist er meistens unter einem massiven Kühlkörper aus Aluminium mit einem Ventilator drauf. Bitte jetzt nicht alles zum Nachsehen abbauen, alles ist mit einer Wärmeleitpaste miteinander verbunden, und die müsste nach einem Abbau erneuert werden. Die beiden großen Hersteller für CPUs in unseren PCs oder Laptops sind übrigens Intel und AMD. Die CPU sitzt übrigens auf dem Mainboard oder Hauptplatine und teilt sich diesen Platz mit den Kollegen Chipsatz, RAM und BIOS, und manchmal noch mit anderen Bauteilen wie Netzwerk- oder Grafikkarten.

Eine CPU hat übrigens nicht immer unbedingt nur ein „Gehirn“. In den letzten Jahren ist es immer beliebter geworden, mehrere Prozessoren (oder „Kerne“) auf einem Chip unterzubringen. Die teilen sich die Arbeit und machen so den ganzen Computer Flinker. Bei Intel heisst das ganze dann „Dual Core“ - Doppelter Kern.

RAM ist der Arbeitsspeicher oder auch das Kurzzeitgedächtnis unseres Computers. RAM-Module sind ca. 2 cm hoch und ca. 12 cm lang und sind in entsprechenden Sockeln auf das Mainboard aufgesteckt. Ist der Computer ausgeschaltet, befinden sich hier keine Daten, aber sobald gestartet wird, geht’s hier rund: Windows (oder ein anderes Betriebssystem), alle Programme die gerade laufen und die Daten die gerade verwendet werden sind hier gespeichert, aber nur solange der Computer eingeschaltet ist. Auch hier ist Geiz nicht Geil, zeitgemäß sind 2 Gigabyte, die kleinen handlichen Netbooks kommen auch schon mal mit einem Aus. Windows XP kann übrigens maximal mit 4 GB etwas anfangen, Vista mit bis zu 8, das kommende Windows 7 kann bis zu 16 Gigabyte verwalten.

Wobei wir bei einem anderen Thema wären: Was hat es mit Mega- Giga- oder gar Terabyte auf sich? Und wieviel ist das eigentlich? Nun, Computer arbeiten Digital, also mit 2 Zuständen, anders Ausgedrückt: Es fliesst Strom, oder es fliesst keiner. Also haben wir eine Null, oder eine Eins. Das ist ein Bit, also eine Ziffer eines Zahlensystems in Basis 2, für die Mathematiker unter Ihnen.

Acht Bit werden jeweils zusammengefasst zu einem Byte. Ein Byte kann also 28=256 verschiedene Zustände darstellen. Also eine ganze Menge. Gerade genug um alle Buchstaben des Alphabets, inklusive Satzeichen, Zahlen, Umlauten und Sonderzeichen darzustellen, und so war es eine Zeit auch, und das ganze nannte sich dann ASCII. Heute verwendet man aber lieber zwei Byte, so sind 216, also 65536 verschiedene Werte, und so haben fast alle Zeichen aller Sprachen dieser Erde ihren Platz im UTF-8 Code

1024 Byte ergeben Übrigens ein Kilobyte, 1024 Kilobyte ein Megabyte und 1024 Megabyte ein Gigabyte. Das sind die geläufigen Maßeinheiten für eine Informationsmenge, die werden aber leicht verwechselt mit den Angaben für die Geschwindigkeit einer Datenleitung, also auch unserer Verbindung ins Internet. Hier geht’s (mit einer schnellen Leitung und ein bisschen Glück) um Megabits pro sekunde. Da wir ja jetzt auch wissen dass 8 Bits ein Byte sind, ist das auch schnell gerechnet: Über eine 1-Megabit/s Leitung können wir (im Idealfall) 1024*1024 = 1048576 / 8 = 131072 Bytes, also ungefähr 128 Kilobytes pro Sekunde an Datenmenge schaufeln. Stimmt nicht ganz so, denn ein Teil der Bits werden verwendet um Fehlern in den Daten auf die Spur zu kommen.

Die Festplatte ist das letzte Bauteil dem wir uns heute widmen. Sie ist das Langzeitgedächtnis unseres Computers und sollte Daten und Programme auch behalten wenn der Rechner ausgeschaltet ist. Windows befindet sich auch auf der Festplatte und wird von dort in den Arbeitsspeicher geladen. Aber nicht ohne die Hilfe des BIOS. Das BIOS ist ein kleines Programm das in einem speziellem Speicherbaustein im Computer abgelegt ist, und sagt der CPU und einigen anderen Teilen, was beim Einschalten des Computers zu tun ist, meistens auf der Festplatte nach Windows suchen und anfangen es zu laden.

Und warum heisst die Festplatte genau so und nicht anders, wenn ich hier nur einen Metallkasten sehe? Ganz einfach, in dem Kasten befinden sich tatsächlich runde Platten aus Metall, die sich recht schnell (üblich sind 5400 U/min oder mehr) über denen Köpfe, nicht unähnlich den Tonköpfen eines Tonbandgerätes schweben, und Daten magnetisch schreiben und lesen. Warum schweben? Würden die Köpfe die Platte berühren, waren beide Teile durch die entstehende Reibung innerhalb kürzester Zeit kaputt, und deswegen schweben die Köpfe auf einem Luftkissen, dass allerdings 50-mal dünner ist als ein Menschliches Haar. Sie sehen, es ist keine Haarspalterei wenn man mit seinem Computer vorsichtig umgehen soll, es gibt da drin auch Feinmechanik.

Übrigens, alle diese Teile werden vom Netzteil, im normalen PC im Gehäuse oben hinten untergebracht, mit Spannungen zwischen 5 und 12 Volt versorgt, also vollkommen harmlos. Es kann also nicht schaden, mal die Abdeckung an der Seite abzunehmen, und mal einen Blick hineinzuwerfen. Und sollte man grössere Staubansammlungen sehen, den Weg in die Fachwerkstatt antreten, ein Computer bedarf damit er lange Freude bereitet auch ein bisschen Wartung. Und auch die „Beste Hausfrau Von Allen“ wird hier mit dem Staubsauger wahrscheinlich mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen.

Und nächste Woche gibt es mehr Begriffe aus der Welt des Computers, und eine Übersicht der wichtigsten Befehle, die man unter Windows mit der Tastatur aufrufen kann, damit die Finger nicht immer hektisch zur Maus greifen müssen.

Volker Kerkhoff - EPS-Computer Torsten Hüttel - Empuriabrava, Poblat Típic - Tel. 972 45 10 40

Montag, 31. August 2009

NEWS vom 31. August 2009

Polizisten bei Drogenrazzia festgenommen.

SANT CARLES: Bei einer Drogenrazzia am Strand von Sant Carles de la Ràpita (Tarragona) hat die Polizei insgesamt 16 Personen festgenommen, darunter vier Kollegen aus der gleichen Dienststelle.
Diese waren jedoch nicht als verdeckte Ermittler im Einsatz, sondern als Dealer direkt an dem Drogenhandel beteiligt.


Wieder zwei Fluechtlingsboote auf den Kanaren eingetroffen...

In der letzten Nacht sind wieder zwei vollbesetzte Fluechtlingsschiffe, mit Afrikaner, auf den Kanaren eingetroffen.
Ein Schiff traf letzte Nacht um 2.00 Uhr, besetzt mit 10 Personen, auf Lanzarote ein.
Die Fluechtlinge wurden von der spanischen Kuestenwache aufgegriffen und wurden in ein Fluechtlingslager auf der Insel gebracht.
Ein weiteres Schiff traf in den fruehen Morgenstunden an der Suedkueste Teneriffas ein. Auch hier wurden die 5 Personen in ein Fluechtlingslager gebracht.
Wobei bei einem alle Hilfe zu spaet kam... Er war bei der Ueberfahrt verstorben.

Allioli


Verdienst in Spanien.

Einer Studie zufolge, Liegt der Durchschnittsverdienst in Spanien, in der arbeitenden Klasse, bei 17100,- Euro Jahresverdienst.

Die Provinzen Madrid, Katalonien , Aragon und Asturien belegen nach wie vor, wie auch schon in den Jahren vorher, die ersten Raenge.

Die Balearen und Kanaren belegen bei dieser Statistik die letzten Raenge.


ALLIOLI


Arbeiten in Spanien...

Nach einer neuen Statistik hat man, fuer das Jahr 2008 festgestellt, das 44% aller maennlichen Personen in Spanien in der Bau- bzw Gatronomiebranche taetig sind.

Ein satter Anstieg um volle 4% in Gegensatz zu 2007.

Es wurden in den letzten Jahren bedeutent weniger Stellen geschaffen die eine lange Ausbildung oder gar ein Studium erfordern.

In den letzten Jahren wurden vielmehr Stellen geschaffen, die fuer die Zeitarbeitsbranche wie geschaffen sind... Wo die Bau- bzw Gastronomiebranche zu den Hauptabnehmer zaehlt.

Dieses Problem wirkt sich nun, in Zeiten der globalen Krise, sehr stark auf den hiesigen Arbeitsmarkt aus, durch einen extremen Anstieg der Arbeitslosigkeit.
Da die Bau- bzw. Gastronomiebrache die hoechsten Verluste, bis ueber 50% Umsatzrueckgaenge, zu verzeichnen hat.

ALLIOLI


Die Hitzewelle in Spanien

Die Meteorologen sehen die Sache derzeit noch gelassen und behaupten das unser Klima hier in Katalonien noch eher gemaessigt ist.
Wobei die Temperaturen im Sueden Spaniens extrem hohe Werte erreichen und in vielen Provinzen Hitzealarm ausgeloest wurde.

Ich denke... Wir sollten uns ueber den schoenen Sommer und die Sonne freuen!

Allioli



Das neue Hobby spanischer Jugendlicher = Saufen






Nun haben auch spanische Jugendliche ein neues Hobby entdeckt...

Zum Leidwesen vieler Anwohner von oeffentlichen Parks und Plaetzen, treffen sich immer mehr Jugendliche dort.
Sie mixen und konsumieren selbst mitgebrachte Getraenke und hoeren laute Musik und bringen sich so in Stimmung, auf die vor ihnen liegende Partynacht.
Der Grund dafuer wird wohl in den staendig steigenden Getraenkepreisen, in den Discos liegen.

Die meisten Jugendliche koennen sich diese Preise wohl kaum noch leisten und da sind selbst mitgebrachte Getraenke eine billige Alternative.

Aufgrund der vielen Beschwerden und Anzeigen, aus den Reihen der Anwohner, fuehrt die spanische Polizei nun regelmaessige Alkoholkontrollen, an den wohlbekannten Orten, durch.

ALLIOLI



Wirtschaft

Die Wirtschaft schrumpft weiter. Das spanische Bruttoinlandsprodukt ist im zweiten Quartal 2009, im Vergleich zu 2008, um weitere 4,2% gesunken.

Das ist der hoechste Rueckgang des spanischen BIP seit 1970.

Der hohe Rueckgang des BIP wird auf den Einbruch der Binnennachfrage in Spanien zurueckgefuehrt.
Die Binnenmarktnachfrage sank um 7,3% im Vergleich zum Vorjahr.

In den vergangenen 12 Monaten gab es 1,4 Mio. weniger Arbeitsplaetze in Spanien.

ALLIOLI


Samstag, 29. August 2009

Das Ende des Raucherparadies

Viele Spanien-Urlauber fühlen sich in vergangene Zeiten zurückversetzt.
In den meisten Kneipen und Restaurants des Ferienlandes darf ohne Einschränkung geraucht werden.
Während in Deutschland und anderen Ländern der blaue Dunst aus den meisten Gaststätten verbannt wurde, scheint Spanien noch immer ein "Raucher-Paradies" zu sein.
Nach der geltenden Gesetzgebung herrscht generelles Rauchverbot am Arbeitsplatz.
In Gaststätten können die Wirte in der Regel dagegen selbst entscheiden ob in ihren Lokalen das Rauchen untersagt oder erlaubt ist.
Das Resultat: In 89 Prozent der über 350.000 Gaststätten darf geraucht werden, nur 11Prozent wurden zu Nichtraucher-Lokalen deklariert.
Für große Gaststätten mit einer Fläche von über 100 Quadratmetern gilt eine Sonderregelung.
Dort muessen Raucher- und Nichtraucher-Zonen räumlich voneinander getrennt werden.

Dabei hatte Madrid bereits vor vier Jahren, viel früher als viele andere Länder der Europäischen Union, relativ harsche Rauchverbote erlassen.
Spanien wollte sich nicht länger als das "Raucherabteil Europas" bezeichnen lassen.
Doch die Regierung von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero musste bald feststellen, dass ihr damals erlassenes Anti-Raucher-Gesetz die gesteckten Ziele nicht erreicht hat.

Von 2006 bis 2008 stieg der Tabak-Konsum um 1,3 Prozent.
Nun plant die Regierung eine Verschärfung der geltenden Regelung. Sie erwägt, das Rauchen in allen geschlossenen und öffentlich zugänglichen Räumen zu verbieten.
Dann wäre Schluss mit der Zigarette an der Kneipen-Theke oder mit der Zigarre nach dem Mahl im Restaurant. "Das vor vier Jahren verabschiedete Gesetz war ein Schritt in die richtige Richtung, aber es weist ein paar Lücken und Grauzonen auf", meint Gesundheitsministerin Trinidad Jiménez.

Die Gastwirte widersetzen sich den Plänen der Regierung. Bei einer Verschärfung des Rauchverbots wären die Investitionen für das Einziehen von Trennwänden zum Fenster hinausgeworfenes Geld, wenden sie ein.
Sie befürchten nicht nur Umsatzeinbußen, sondern auch Streit mit den Nachbarn: Denn wenn Kneipengäste zum Rauchen auf die Straße gehen müssten, sei der Ärger mit den Anwohnern Vorprogrammiert.

ARENA - Die Deutsche Tageszeitung an der Costa-Brava.

Dienstag, 25. August 2009

Die Katalanische Kueche





Die katalanische ist eine der regionalen Küchen, die in Spanien besonders hervortritt.
Es wird behauptet. dass man im Empordá einen großen Prozentsatz der gastronomischen Wunderwerke Kataloniens findet.
Es ist eine Küche, die auf der Mischung der Produkte des Bodens und des Meeres basiert, auf dem Gegensatz süß-salzig.
Übrigens wird den Mönchen von Sant Pere de Rodes die Erfindung der Soße allioli sowie zahlreicher Fischgerichte nachgesagt, die sie nach allen vorstellbaren Kombinationen mit Knoblauch würzten.
In der Gastronomie des Empordá können zwei Zonen unterschieden werden: die Binnenzone, in der die Fleischspeisen, vor allem Geflügel und Schweinefleisch, vorherrschen, und die Küstenzone, die vor allem auf der großen Vielfalt an Fischen basiert.
Da es sich um eine Mittelmeerküche handelt, ist das Olivenöl häufig Bestandteil all dieser Gerichte.
Es ist eine alte Küche, die bereits in die mittelalterlichen Chroniken einging.
Die bekanntesten und schmackhaftesten Fischgerichte sind sicherlich suquet de peix und Tintenfisch.
Aber auch Schalentiere, schwarzer Reis, Anschovis im Stil der Inseln Medas, oder Langusten mit Hühnchen sind ausgezeichnet.
Escudella i carn d'olla, eine Art Eintopf, geschmorte Schweinepfötchen, Fleisch mit gefüllten Birnen und Äpfeln, Hähnchen mit Pinienkernen, Schwartenmagen und schwarze Pflaumen, butifarra im Stil des Empordá, Kaninchen mit Schnecken und sämtliche Wurstsorten sind ebenfalls schmackhaft und für die Zone typisch.

Auch die Desserts sind vielfältig: Windbeutel werden in der Karwoche gebacken.
Berühmt sind auch die cocas de San Juan mit Kokosflocken, Buttercremetorte, Trüffelfüllung, nato y crema,bisbolenc mit Mandeln, Honig und Quark, katalanische Creme und carquinyo.
An der ganzen Küste ist Kaffee mit flambiertem Rum, der so genannte cremat, ein beliebtes Getränk.
Als Tischweine haben die Rebensäfte aus dem Ampurdán einen guten Ruf: unter der Herkunftsbezeichnung Empordá - Costa Brava sind weiße cavas, also Schaumweine, aus Perelada, Roséweine aus Espolla und Rotweine aus Campany im Handel.

Allioli

600 kg Karpfen gefischt...

Freiwillige einer Naturschutzorganisation haben aus der Lagune von Sils im Bezirk Selva über 600 Kilo lebende Karpfen gefischt.
Diese Tiere hatten den See praktisch für sich vereinnahmt und sich gewaltig vermehrt. Die starken Bewegungen der Fische mit ihren Schwanzflossen wühlten das Sandsediment so stark auf , dass sich keine Insekten und andere Kleintiere dort ansiedeln könnten, hiess es zu der Aktion. Die Menschen standen wegen des niedrigen Wasserstandes der Lagune zum Teil nur bis zu den Hüften im Wasser, um die Reusen auszulegen.

ARENA - Die Deutsche Tageszeitung an der Costa-Brava

Campingtourismus macht plus

Für die Hotels war es kein guter Sommer.
Angesichts der Krise konnten sich viele Familien keinen Urlaub im Hotel leisten. Wenn sie trotzdem nicht auf Ferien verzichten wollten, weichen viele von ihnen auf billigere Möglichkeiten aus: Campings und Appartements, die pro Kopf immer noch günstiger sind.
Die Nachfrage auf den Campingplätzen war in den letzten Wochen so gross, dass viele Betreiber darüber nachdachten, für die Zukunft die Genehmigung zur Erstellung von Holzhäuschen zu beantragen statt den Kunden nur einen reinen Zeltplatz anbieten zu können.

Der Bergtourismus kam in diesem Jahr besser weg, vermutlich auch wegen der extrem hohen Temperaturen, die sich in der Höhe besser ertragen lassen.
Trotzdem war die Saison insgesamt nicht gut.
Heute braucht man 13,5 Touristen, um den Umsatz zu erzielen, den im letzten Jahr noch 10 Touristen brachten.

Durchschnittlich ging auch die Verweildauer um einen Tag zurück.
Fachleute der Hotellerie meinten, eine Anzahl Hotels würden dieses Jahr nicht überstehen und müssten voraussichtlich schliessen.
Nun sind auch viele Etablissements mit dem Massentourismus entstanden, also vor einem halben Jahrhundert und nicht wenige davon wollten sich von dem Ursprungsimage nicht trennen und liessen alles so, wie es damals war.
Die Ansprüche der Gäste sind aber in den letzten 20 Jahren deutlich gestiegen, was auch berechtigt war, angesichts der rapide steigenden Preise an der Costa Brava.


Montag, 24. August 2009

Der Katalanische Esel

Können Sie sich vorstellen, dass in österreichischen Fußballstadien am "Welttag des Buches" dichterische Werke in Mundart präsentiert werden? Im Camp nou-Stadion des FC Barcelona gab es das: dort lasen Mitte April elf Schriftsteller ihre "Sporttexte" – vor 60.000 Zuhörern auf den Rängen. Am "Welttag des Buches" schenken sich die Katalanen aber nicht nur Bücher, sondern auch Rosen, denn am 23. April feiert Katalonien seinen Schutzpatron "Sant-Jordi". Seit dem Hochmittelalter, als man den hl. Georg zum Schutz im Kampf gegen die Mauren anrief, ist dessen Gedenktag ein Nationalfeiertag.

Der "Sant-Jordi-Tag" muss allerdings inoffiziell gefeiert werden, was dazu führt, dass er zu einem Megaspektakel des Katalanentums wird. Der "Welttag des Buches" passt besonders gut zu dem patriotischen Fest, da seine Entstehungsgeschichte in besonderer Weise mit der katalanischen Sprache und Identität verbunden ist. Man könnte sogar behaupten, dass der Kulturförderungsgedanke dieses "Welttages" eine katalanische Erfindung ist.

Blumen- und Dichterspiele

Zwar haben sowohl Großbritannien als auch Spanien diesen Gedenktag zu Beginn des 20. Jahrhunderts eingeführt, seine Wurzeln reichen jedoch ins Goldene Zeitalter katalanischer Königreiche zurück. Schon 1359, als König Joan I. "Jocs Florals" (Blumen- bzw. Dichterspiele) einführte, veranschaulichte das in der Landessprache vollzogene Einüben der Liebe zu Schöpfer, Vaterland und Minnefrau das hohe Selbstbewusstsein einer breiten Elite. Seit jeher waren die "Jocs Florals" mit dem Dauerkonflikt zwischen kastilisch-hispanisierendem Zentralismus und katalanischem Eigenständigkeitsbeharren verknüpft. Mit diesen Spielen sollte die kulturelle Vorrangstellung Kataloniens auf der iberischen Halbinsel manifestiert werden.

Als im 16. Jahrhundert die politische Macht verloren ging, standen die Spiele nunmehr im Zeichen der Pflege des von den jeweiligen madrilenischen Machthabern (bis 1978!) verbotenen Katalan . Die – der Romantik vergleichbare – Bewegung der katalanischen "Renaixença" verlieh den Spielen 1859 ihre moderne Gestalt. Noch heute werden in allen Bildungseinrichtungen "Jocs Florals" abgehalten, bei denen das jeweils beste katalanische Gedicht in den Sparten Vaterland, Glaube und Liebe mit einer Rose prämiert wird.

Die Diskussionen über regionale Autonomie und Zentralismus, über Selbstdefinitionen (katalanisch oder doch spanisch?) erreichten am heurigen "Sant-Jordi"-Tag einen neuen Höhepunkt. Spanien und seine 17 autonomen Regionen müssen sich im Zuge der neuen EU-Verfassung nämlich neu definieren. Nun muss das in eine Form gebracht werden, was sich in den letzten 27 Jahren spanischer Demokratie in einem mentalen und verwaltungstechnischen Veränderungsprozess herausgebildet hat. Dies setzt die Erarbeitung eines von Grunde auf neuen katalanischen Autonomiestatuts voraus.

Während in dem von der "Generalitat" (katalanische Regierung) noch in diesem Frühjahr abzusegnenden Paragraphenwerk vor allem Finanzangelegenheiten geregelt werden, beschäftigt sich die Bevölkerung mit den kulturellen Aspekten ihrer Identität. So wurde etwa die Tatsache beklagt, dass die Stadtverwaltung Barcelonas zu "Sant-Jordi" Bücher auf Kastilisch statt auf Katalan verschenkte. Viele katalanische Schriftsteller griffen in einem Manifest mit dem Titel "Wie der Drache den hl. Georg auffrisst" die massenmediale Propagierung kastilischsprachiger Buchtitel an. Gegen Spanisch mit seinen weltweit 550 Millionen Sprechern und entsprechender Marktmacht nehmen sich die sieben Millionen Katalan-Sprecher halt doch nur wie eine verschwindende Minderheit aus.

Kuh und Esel statt Stier

Auch Autofahrer versuchen, gegen die hispanische Vereinnahmung im Kleinen anzukämpfen. Sie schmücken ihre Vehikel mit Esel-Aufklebern. Begonnen hat alles mit einer Performance. Der katalanische Maler Ramón Enrich übermalte 1996 eine Stier-Plakatsilhoutte mit einer freundlichen Kuh. Die für die Sherry-Marke "Osborne" werbenden Tafeln mit einem Stier darauf waren zu einem (sogar höchstgerichtlich) bestätigten Teil spanischer Kultur geworden. Nun lautete die Devise: Weg vom Emblem eines als kolonialistisch verstandenen Spanien, hin zu dem eines bodenständig-regionalen, multiethnischen Iberien!

Vor zwei Jahren entwarfen zwei findige katalanische Jungdesigner ein Esel-Emblem als Gegenstück zum spanischen Stier. Innerhalb kurzer Zeit fand sich dieses Symbol auf Autoaufklebern, Stickern und als Handy-Bild wieder, und es wird bereits wie der "Osborne-Stier" als Kultobjekt gehandelt. Warum wurde gerade ein Esel zum Symbol des katalanischen Selbstverständnisses? Vertreter eines eher orthodoxen Spanien-Begriffs spötteln gerne über die verspätete Selbsterkenntnis des Brudervolkes: Endlich hätte es sich damit abgefunden, der fleißig-dumme Esel des Gesamtstaates zu sein. Die Katalanen, die 27% der spanischen Gesamtbevölkerung ausmachen, erwirtschaften 33% des BIP und zahlen mit ihren Steuern mehr in die Gemeinschaftskasse ein, als sie zurückbekommen.

Doch was heißt dummer Esel! Die katalanische Rieseneselrasse "el guarà" ist aufgrund ihrer Robustheit eine zoologische Kostbarkeit und international sehr gefragt. Um sie vor dem Aussterben zu bewahren, begann man in den 80er Jahren ein ehrgeiziges Schutz- und Zuchtprojekt. Mittlerweile gibt es wieder 340 reinrassige Riesenesel.

Während die realen katalanischen Totemtiere mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen haben, erweist sich deren symbolische Nutzung als durchaus fruchtbar. Das Esel-Logo wird mit unterschiedlichen Bedeutungen versehen und provoziert Reaktionen auf verschiedenen Ebenen. Neben Stier und Esel erblickt man auch immer häufiger Katzen und Schafe. Besonders die Katze gilt als kosmopolitische Alternative zum Esel. Ihre Bedeutung leitet sich von der umstrittenen Frage ab, ob das Aufkleben des Kürzels "CAT" auf blauem Grund anstatt des offiziellen "E" gestattet werden soll.

Am deutlichsten tritt der Symbolstreit in einer inzwischen ebenfalls auf vielen Plakaten abgebildeten Kopulationsszene mit Esel und Stier zutage: Sieht man von einer defäitistischen Lesart ab, kann in der Szene auch der Wunsch erblickt werden, den ständigen Konflikt zwischen Identitätsideal und politischer Realität damit zu beenden, dass schließlich neue Kreaturen entstehen. Immer mehr Menschen versuchen daher mit immer neuen Wahltieren den dualen Zuschreibungen zu entfliehen.

Drei Viertel bilingual

Der Anteil der spanisch sprechenden Bürger Barcelonas macht – aufgrund der Arbeitsmigration in den 50er und 60er Jahren – heute fast 55% aus. Andererseits definieren sich bei Umfragen drei Viertel der Befragten als "katalanisch" oder zumindest "gleich spanisch wie katalanisch". Das entspricht der Zahl jener, die bilingual leben. Neben der favorisierten spanisch-katalanischen Staatsbürgerschaft können sich die Katalanen in fast gleichem Ausmaß auch eine Art europäische Staatsbürgerschaft vorstellen. Bei aller Kritik an der EU und ihrem Zentralismus sehen die Katalanen in Brüssel doch auch eine Hoffnung für die Institutionalisierung von Autonomiebestrebungen. So schloss sich Katalonien 2001 mit Bayern, Flandern, Nordrhein-Westfalen, Schottland, Salzburg und Wales zu einer Art EU-Vorkämpfertruppe in Sachen Regionalismus zusammen.

Dass Katalonien zu einem Vorzeige-Autonomiemodell wurde, das als Vergleichsgröße beim Studium außereuropäischer multikultureller Konflikregionen dient, ist das Ergebnis einer ausgewogenen Autonomiepolitik, für die seit den ersten katalanischen Autonomiewahlen 1980 die 24-jährige Alleinherrschaft des Präsidenten Jordi Pujol verantwortlich ist. Pujol erinnert ein wenig an den ehemaligen großkoalitionären österreichischen Bundeskanzler Vranitzky: ein Banker wie dieser, war Pujol in einem ähnlich von Kompromissen geprägten Umfeld vor allem die wirtschaftlich-finanzielle Absicherung der katalanischen "Staatswerdung" wichtig.

Pujols Slogan "fer país" (Land machen) stand im Verein mit dem Konzept eines "moderaten Nationalismus", der alle in Katalonien lebenden Bürger als "Katalanen" betrachten und vertreten wollte. Unter seiner Ägide verbreiterte sich sowohl die finanzielle Basis der autonomiepolitischen Projekte als auch die Liste der legislativen wie exekutiven Kompetenzen, die auf die Autonomieregierung übergingen.

Zu Beginn der spanischen Demokratie sah es allerdings gar nicht danach aus. Unter Rücksicht auf zentralistische Kräfte in beiden Großparteien sowie von Franquo geprägte Militärs, die 1981 den Transformationsprozess rückgängig machen wollten, fielen Bundesverfassung und Autonomiestatut in puncto regionaler Selbstverwaltung sehr mager aus. Zwar gestand man allen Ethnien mit eigenständiger Sprache und Kultur – wie Basken, Galiziern und Katalanen – zu, "historische Nationalitäten" zu sein, doch lediglich dem Baskenland und Navarra wurden die fiskalische Oberhoheit gewährt. Katalonien stand mit allen restlichen Regionen unter dem direkten fiskal- und finanzpolitischen Zugriff Madrids.

Willen zum Föderalismus

Sprachpolitische Maßnahmen, wie etwa das erste katalanische Sprachengesetz von 1983, wurden von der spanischen Regierung bekämpft und konnten erst nach jahrelangem Rechtsstreit durchgesetzt werden. Letzte substanzielle Änderungen traten 2002 in Kraft und überließen der katalanischen "Generalitat" die Hoheit über einen Großteil der Steuern sowie die vollständige Verwaltung der Agenden Bildung, Gesundheit und Polizei.

Seit der Wende von 2004, als die Sozialdemokraten sowohl in der spanischen Zentralregierung als auch in der "Generalitat" an die Macht kamen, bekunden beide Seiten den Willen, den Föderalismus zu vertiefen. Diese für die Sozialdemokraten historische Kehrtwende in Sachen Föderalismus ist auch darauf zurückzuführen, dass sie in Katalonien lediglich mit Unterstützung der stark nationalistisch gesinnten katalanischen "Grünen" und "Republikaner" an die Macht kamen. Daher sind Forderungen, wie jene nach Referenden oder Katalan als einziger Amtssprache noch lange nicht vom Tisch.

Allioli

Politisches System in Spanien

Seit der Verfassung aus dem Jahre 1978 ist Spanien eine parlamentarische Monarchie. Sie erklärt Spanien als einen sozialen und demokratischen Rechtsstaat, der sich zu Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichheit und politischem Pluralismus bekennt. Das spanische Volk, von dem alle Staatsgewalt ausgeht, ist Träger der nationalen Souveränität (Art. 1). Staatsoberhaupt ist seit November 1975 König Juan Carlos I., der als Symbol für Einheit und Beständigkeit steht. Seine Aufgaben sind die Ernennung oder Enthebung des Ministerpräsidenten sowie der Mitglieder der Regierung.Weiterhin hat er den Oberbefehl über die Streitkräfte und das Begnadigungsrecht. Der König wird durch Erbfolge festgelegt und eingesetzt. Die Verfassung legt weiterhin ein Zweikammersystem, die Cortes Generales, fest, welches aus dem Abgeordnetenhaus (congreso de los diputados) mit 350 Sitzen und dem Senat (senado) mit 259 Sitzen besteht. Jede Provinz entsendet vier Senatoren, jedes Autonome Gebiet zusätzlich einen Senator pro 1 Million Einwohner. Beide Kammern werden alle vier Jahre in allgemeiner Wahl gewählt. Gemäß der Verfassung von 1978 liegt die gesetzgebende Gewalt bei diesen zwei Kammern. Weitere Aufgaben sind die Billigung des Staatshaushaltes und die Kontrolle der Regierungstätigkeiten (Misstrauensvotum).An der Spitze der Regierung steht seit April 2004 Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero. Im Parlament verfügt er mit seiner sozialistischen Arbeiterpartei Spaniens (PSOE) über 164 Abgeordnete. Er leitet an der Spitze seiner Regierung die Innen- und Außenpolitik, die Zivil- und Militärverwaltung und die Landesverteidigung.Der Präsident, der Vizepräsident und das Ministerkabinett bilden zusammen den Ministerrat, das höchste Organ der ausübenden Gewalt mit politischen und Verwaltungsaufgaben.

Allioli

Religionen in Spanien

Ebenfalls erst nach 1978 ist ein Kuss in der Öffentlichkeit erlaubt und wird nicht mehr mit Geld- oder Haftstrafen geahndet. Auch Verhütung, Abtreibung und Ehescheidungen sind heutzutage legal. Mittlerweile 250.000 Spanier eine andere christliche Religion, es gibt 300.000 Muslime und 15.000 Juden auf der iberischen Halbinsel. Diese langsame Abwendung von der katholischen Kirche wurde auch durch die Millionen ausländischer Touristen begünstigt, die jährlich in Spanien ihren Urlaub verbringen. Langsam wurden Werteschemata und Verhaltensweisen übernommen und Spanien ist unter anderem das europäische Aushängeschild in der europäischen Scheidungsrechtreform. Das katholische Spanien entfernt sich durch diese Reform also weiter von veralteten katholischen Traditionen. Nur noch 50% aller Spanier bezeichnen sich als aktive Katholiken und 15% sehen sich selbst als treue, regelmäßige Kirchgänger an. Dennoch ist das spanische Kirchenjahr geprägt von zahlreichen kirchlichen Feiertagen und noch immer gibt es unzählige religiöse Bruderschaften, Pilgerfahrten, Prozessionen und religiöse Riten, die seit dem Mittelalter fast unverändert bestehen. Besonders attraktiv sowohl für Einheimische als auch für Touristen ist die "semana santa", die österliche Karwoche. In dieser Zeit ziehen Prozessionen durch die Städte und reich geschmückte und wunderschön dekorierte "pasos" werden ausgestellt, mit denen die Leidengeschichte Christi und das Leiden der Jungfrau Maria dargestellt werden. Besonders sehenswert sind diese aufwendigen Prozessionen in Andalusien und Aragón.

Allioli

Sonntag, 23. August 2009

Warum lebe ich in Spanien...

Die spanische Lebensfreude...

Sommer, Sonne, Sonnenschein und wunderbares Leben verbindet man nur zu oft mit Spanien. Aber woher kommt diese spanische Lebensfreude, diese Energie mit der sie ihr Leben leben? Hat das wirklich nur was mit den vielen Sonnentagen und dem Meer zu tun?

Den Südländern generell sagt man ja diese Leidenschaft fürs Leben nach, aber das besondere an der spanischen Lebensfreude ist die Herzlichkeit, mit der sie diese teilen. Geht es einem Spanier gut, müssen die Mitmenschen mitfühlen. Man wird eingeladen, freundlich begrüßt und in ein Gespräch verwickelt. Schon alleine die Begrüßung mit den sogenannten „Besos“/ den Küsschen auf die Wange , die man jedem neuen Bekannten bei der Vorstellung geben „muss“, lässt gar nichts anderes zu, als sofortige Nähe und ein schnelles Kennenlernen. So ist man ziemlich schnell Teil einer Gemeinschaft. Auch ein Strandtag am Sonntag zeigt viel über die spanische Mentalität. Wenn man ein bisschen abseits vom Touristenschlag seine Lager aufschlägt, kann es passieren, dass man mitten in einem Kaffeeklatsch älterer spanischer Damen gelangt, die sich täglich dort treffen und über die neuesten Geschehnisse der Woche reden und dich herzlichst mit einbeziehen. So sitzt man den ganzen Tag da, tut nichts ausser aufs Meer zu gucken und zu reden. Diese Offenheit ist ein großes Zeichen der spanischen Lebensfreude, denn wenn man sich sofort an einem Ort wohlfühlt und aufgenommen wird, ist man auch um einiges glücklicher und lebensfroher.

So verbringen Spanier ihre Tage, neben der Arbeit, übrigens eine Stunde weniger als in Deutschland, mit der Familie, Freunden und Bekannten und nehmen sich dafür auch deutlich mehr Zeit. Vielleicht ist mehr Zeit fürs Leben das, was die spanische Lebensfreude ausmacht, denn wenn man noch ein Leben neben der Arbeit hat, was man den Spaniern nachsagt, hat man auch viel mehr Zeit seiner Lebensfreude freien lauf zu lassen.

Man sagt ja nicht umsonst:

Überall lebt man, um zu arbeiten… nur in Spanien, da arbeitet man um zu leben!

Allioli

Barcelona

Barcelona - Die 24 Stunden Attraktion


Barcelona schläft nicht. Tagsüber locken Architektur, Museen und lauschige Plätze, später die Bars entlang den Ramblas. Ob Kunstliebhaber, Gourmet oder Nachtschwärmer, die katalanische Hauptstadt verführt sie alle.


Tibidabo nennen die Barceloneser ihren nördlichen Hausberg in Anspielung ans Lukas-Evangelium: "Will ich dir geben." Die Versuchung Jesus durch den Teufel - er bot dem Heiland alle Reichtümer dieser Welt, wenn er als Gegenleistung dafür ihn, den Teufel, anbete - diese große Versuchung haben die stolzen, verrückten, in ihre Stadt verliebten Barceloneser architektonisch angenommen und verinnerlicht. Kataloniens Hauptstadt hat sich entschieden: nicht für oder gegen den Teufel, aber gern für Reichtum und Schönheit. "Barcelona, posa`t guapa!" heißt ihr Wahlspruch: "Barcelona, mach dich schön."


Der berühmteste Architekt der Stadt, Antonio Gaudi, machte damit um die Jahrhundertwende ernst. Für die reichen Bürger- und Handelshäuser baute er an der eleganten Einkaufsmeile Passeig de Gracia das "Pedrera", ein mächtiges Jugendstilhaus ohne Ecken und Kanten, mit gewellten Decken und skurriler Dachlandschaft. Und er hinterließ bei seinem Tod 1926 seiner Heimatstadt die originellste aller europäischen Kathedralen, die Sagrada Familia. Der Versuchung, das achttürmige Wahrzeichen zu vollenden, widerstehen die geschäftstüchtigen Barceloneser, auch wenn sie seit 1926 daran weiterbauen und restaurieren.


Emsig sind die Katalanen. Maßlos beim Geldverdienen und überschwänglich, wenn sie feiern. Ihre belebteste Straße ist keine Shoppingmeile und auch keine sechsspurige Verkehrsader. Es sind die "Ramblas". Drei Baumalleen hintereinander, die vom zentralen Plaza de Catalunya zwei Kilometer in leichter Neigung nach unten bis zum Hafen führen. Rechter Hand das alte Rotlichtviertel Barrio Chino mit seinen schummrigen Hafenspelunken. Links das Labyrinth mittelalterlicher, romantischgotischer Straßenzüge, in dem sich Nobelboutiquen und Handwerksbetriebe niedergelassen haben.


Die Ramblas-Lebensader zwischen Luxus und Laster. 24-Stunden-Theater für die, die auf einer der vielen Caféterrassen bei einem Cortado (kleiner Milchkaffee) oder einem Gläschen Cava (Sekt) Platz nehmen. Eine lange, fröhliche Fiesta "leicht abschüssig" Open-Air und Open-End. Man flaniert, promeniert, renommiert und diskutiert die Ramblas rauf und runter.


Ganzen unten erhebt sich über dem bunten Treiben Señor Colon. Christoph Kolumbus, der in 60 Metern Höhe mit pathetischer Geste aufs Meer weist. Dorthin, wo sein Ruhm, aber auch Barcelonas Reichtum herkommen. Im Hafenbecken schaukelt friedlich eine Nachbildung seiner "Santa Maria". Am 16. April 1493 hatte der Entdecker Amerika hier den spanischen Königen Isabella und Fernando erstmals seine amerikanische Beute vorgeführt: Indianer, Papageien, Tropenfrüchte und Gold. Alle Reichtümer der Welt will ich dir geben...Tibi dabo!

Aber die Schöne ist auch göttlich. Jeden Sonntag zum Beispiel, wenn sich im Gotischen Viertel vor der Kathedrale auf dem Pla de la Seu wildfremde Menschen, jung und alt, an den Händen fassen, einen beliebig erweiterbaren Kreis bilden und abwechselnd die Beine nach vorne oder zur Seite werfen. Früher war das ein Protest gegen das Franco-Regime, heute demonstrieren die Katalanen Bürgersinn und Traditionsbewusstsein.


Stolz ergreift den Barceloneser auch, wenn er eine der 90 000 Dauerkarten für das Camp-Nou-Stadion des FC Barcelona ergattern kann. Diese Spiele sind ebenso ein Muss wie die Premieren des nach einer Feuersbrunst wiedereröffneten Opernhauses an den Ramblas. Im ehrwürdigen Gran Teatre del Leceu haben zwei Katalanen ihre Weltkarrieren begonnen: Monserrat Caballé und Jose Carreras.


Barcelona ein Mekka der Kreativen: Ob Gaudi mit seinem Märchenpark Guell, ob Picasso, der sein halbes Leben in Barcelona verbrachte (die meiste Werke sind im Museu Picasso in der C.Moncada 15 zu sehen). Ob Dali, Miro oder jetzt der New Yorker Stararchitekt Richard Meyer mit seinem Musemumsbau mitten im Barrio Chino: Die Künstler und die Kunst sind allgegenwärtig.


Die Stadt hat sich schön gemacht. Man muss sie erleben, entdecken, erfinden. Jede Nacht finden hier rauschende Partys statt. Tita Thyssen hat eine Nobelvilla am Tibidabo. Die reichsten Banker Spaniens wohnen nahebei an der Küste. Cristina, jüngste Tochter des spanischen Königs Juan Carlos und Enkelin des verstorbenen Grafen von Barcelona, lebt mit ihrem Mann Inaki Urdangarin in einem City Penthaus und sitzt gerne im Els Quatre Gats (C.Montsio 3), wo schon Picasso mit seinen Freunden tafelte.


Was das Nachtleben angeht, ist Barcelona sowieso Spaniens heimliche Hauptstadt. Im Labyrinth der Altstadt trinken die "Noctambulos", die ersten Copas. Es sieht so aus, als gingen hier immer nur Nachtschwärmer hinein, aber nie welche hinaus. In allen Cocktail- und Tapasbars drängeln sich ab 21.00 Uhr die Menschen, in den Discos erst nach Mitternacht. Die kühlste Neon-Eleganz findet man jetzt im supermodernen Olympiaviertel. Zum Beispiel im Nautilus mit Funk und Acid-Jazz. Die gemütlichsten Oldie-Restaurants liegen im Sarria und im gotischen Altstadtviertel. Die berühmtesten Szenentreffs sind immer noch die Otto-Zutz-Disco, die Mojito-Bar mit Salsa-Rythmen, das Nick Havanna für die Schönen und Reichen und das Nostalgie-Ballhaus La Paloma für die Oldies und Romantiker. Den letzten Tango tanzt man hier gegen vier Uhr früh. Barcelona, die Schöne, schläft nie.


Allioli

Samstag, 22. August 2009

Schnaeppchenjaeger aufgepasst...

Eine günstige Zeit für Schnäppchenjäger, aber schwarze Zeiten für Immobilienverkäufer. Der Immobilienmarkt in Spanien ist so tief gesunken wie noch nie. Verkäufer beklagen, dass kaum jemand etwas kauft.

So wenig wurde in Spanien noch nie an Immobilien verkauft. Insgesamt 35.300 Wohnungen, sowohl neu als auch gebraucht wechselten im Monat Juli den Besitzer. Damit sinkt der spanische Immobilienmarkt noch weiter ins Bodenlose ab. Diese Zahlen sind ein Rückgang von 25,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, dass auch alles andere als rosig war.

Der Gesamtrückgang des spanischen Immobilienmarktes ist noch höher. Hier liegt der Wert nach dem staatlichen Statistikinstitut sogar bei 32,6 Prozent. Es kaufen zurzeit nur noch Schnäppchenjäger. Der normale Immobilienmarkt ist fast komplett zusammengebrochen. Besonders hart hat es die Kanarischen Inseln getroffen. Hier beträgt der Rückgang sogar 36,3 Prozent.




Freitag, 21. August 2009

Bombendrohung an der Costa-Brava

Madrid - Wieder Aufregung in einem spanischen Urlaubsparadies: Eine Woche nach der Anschlagsserie auf Mallorca hat die spanische Polizei nach einer Bombendrohung einen kompletten Strand an der Costa Brava evakuiert.Bei der spanischen Straßenwacht DYA ging am Sonnabendnachmittag um 14.14 Uhr ein anonymer Anruf ein, der vor einem am Strand des Urlaubsortes Calella deponierten Sprengsatz warnte.Wann die in einem Rucksack versteckte Bombe explodieren würde, sagte der Anrufer nicht. Der rund 50 Kilometer nördlich von Barcelona gelegene Küstenort ist bei deutschen Urlaubern beliebt.

Arena - Die Deutsche Tageszeitung an der Costa-Brava

Donnerstag, 20. August 2009

Aktionsplan gegen Schweinegrippe

Die Baleareninsel macht endlich mobil gegen die Schweinegrippe. Die Zeit des Ignorierens ist vorbei. Das balearische Gesundheitsministerium hat einen Aktionsplan aufgestellt.

Man hatte bislang das Gefühl, dass man auf Mallorca die Schweinegrippe einfach ignorierte. Immer mehr Erkrankte und man wollte es nicht wahrhaben. Jetzt hat das balearische Gesundheitsministerium einen Aktionsplan erarbeitet und der Öffentlichkeit vorgestellt. Das aber vor dem Hintergrund, dass man noch mehr Erkrankungen in den nächsten Monaten befürchtet. Das Ministerium geht davon aus, dass es 6.000 Neuansteckungen pro Woche geben könnte. Sollte dieser Fall eintreten stehen in den öffentlichen Krankenhäusern 400 Betten zur Verfügung. Aufgestockt wird diese Kapazität durch weitere 200 Betten in Privatkliniken. Auch die Notaufnahmen müssen darauf vorbereitet werden

Verbunden sind diese Maßnahmen dann mit einer Neuorganisation des spanischen Gesundheitssystems. Das gesamte Medizinische Personal hat eine Urlaubssperre und wird zur Arbeit verpflichtet. Eine Aufstockung des Personals ist ebenfalls vorgesehen. Für die Erkrankten wird eine Hotline eingerichtet.

ARENA - Die deutsche Tageszeitung an der Costa-Brava.

Kommt auch in Spanien das absolute Rauchverbot?

Wenn es nach der spanischen Regierung geht, soll das Anti-Tabakgesetz so schnell wie möglich verschärft werden. Das heißt dann, dass in allen öffentlichen Gebäuden das Rauchen strikt verboten ist. Zurzeit ist es so, dass in Restaurants, Bars und Cafes, die weniger als 100 Quadratmeter haben, der Betreiber entscheiden kann, ob sein Lokal Raucher- oder Nichtraucherlokal ist. Wenn die Räumlichkeiten größer sind, muss der Betreiber einen Raucherbereich ausweisen. Nach Angaben der Zeitung „El Mundo“ sind in Spanien von den 350.000 Lokalen schon 40.000 Nichtraucherlokale.

Die spanische Gesundheitsministerin Jiménez sagt jetzt: Die Gesellschaft ist reif, um an allen öffentlichen Orten das Rauchen zu verbieten. Das spanische Parlament hatte schon im Juni dieses Jahres eine Verschärfung des Anti-Tabakgesetzes beschlossen. Man kann davon ausgehen, dass der Verstoß der Gesundheitsministerin Erfolg haben wird.

ARENA - Die deutsche Tageszeitung an der Costa-Brava.

16 jaehriger bei Stierlauf umgekommen.

Bei dem Patronatsfest von Cabanillas in Navarra kam am Dienstag ein erst 16 Jahre alter Junge ums Leben, als er bei dem traditionellen Stierlauf von einem Jungtier angegangen und zu Boden geworfen wurde. Der Junge konnte sich noch aufrappeln und einige Schritte gehen, fiel dann aber zu Boden und starb, obwohl herbeigeeilte Rettungskräfte Wiederbelebungsversuche unternahmen. Die Ortschaft wurde durch den Vorfall erschüttert, die Festlichkeiten wurden 24 Stunden ausgesetzt und ein Trauertag angeordnet. Seit Beginn der Feste mit Stierläufen kamen in diesem Jahr in Spanien fünf Menschen ums Leben.

ARENA - Die deutsche Tageszeitung an der Costa-Brava.

Mittwoch, 19. August 2009

Rekordzahl an Vekehrstoten...

Am letzten Wochenende, das allerdings als eines der verkehrsreichsten des Jahres galt, weil auf den 15. August das Fest Maria Himmelfahrt fällt, brachte eine Rekordzahl an Unfällen mit Todesfolge: 14 Karambolagen mit dem Tod von 31 Menschen.. Wie die Polizei landesweit feststellte, hätte in vielen Fällen der Tod vermieden werden können, wären die Fahrgäste angeschnallt gewesen, vor allem auch die auf den Rücksitzen. Seit vielen Jahren gibt es auch in Spanien die Anschnallpflicht auf Rücksitzen; sie wird aber noch weniger beachtet als die Gurtpflicht vorne.

Drogen in Spanien

In der vergangenen Nacht gelang der spanischen Polizei ein harter Schlag gegen die Drogenmafia. Vor der Küste des Südspanischen Huelva wurden ein Deutscher und ein US-Amerikaner festgenommen, die mit ihrem Segelboot "Teachers Pet" 320 Kilo Kokain schmuggelten.

Der 36-jährige Deutsche und der 45-jährige US-Bürger wurden in Haft genommen. Spanien ist eines der wichtigsten Transitländer für den Schmuggel von südamerikanischem Kokain und nordafrikanischem Haschisch nach Europa.

Pro Gat y Gos

Am Sonntag, den 6.9.09 ab 14.00 Uhr findet in unserem Tierheim eine Fiesta statt. Der Erlös kommt unseren Vierbeinern zu Gute, die sich schon auf die hoffentlich zahlreichen Besucher freuen. Es gibt Kaffee, Kuchen, Getränke und Herzhaftes. Ihr Glück können Sie bei der Tombola versuchen, die mit schönen Preisen lockt. Richtung Butterfly-Park ausgeschildert oder Feldweg von dem Campingplatz Mas Nou links neben dem Mercadona.

Wenn Sie uns Kuchen, oder andere Leckereien spenden möchten, rufen Sie uns bitte zwecks Planung bis zum Mittwoch, dem 2.9.09 an. Auch Sachspenden für den Verkaufswagen und die Tombola können bei der Fiesta abgegeben werden. Im Voraus vielen Dank. Tel.: Dorit 972 15 81 00 und Tel.: Mieke 972 15 16 70 oder Handy 678 75 74 20

Darüberhinaus benötigen für den Aufbau am Samstag, den 5.9.09 dringend ein paar fleißige Hände, nachmittags zwischen 13.30 Uhr für ca. 2-3 Stunden. Außerdem muss der Abbau am Sonntag noch stattfinden. Es wäre schön, wenn dann auch dort ab 17.00 Uhr uns ein paar freundliche Helfer zur Seite stehen würden. Im Voraus vielen Dank. Tel.: Kurt 972 52 09 57 und Tel.: Mieke 972 15 16 70 oder Handy 678 75 74 20